Die INTERSCHUTZ 2026, die vom 1. bis 6. Juni in Hannover stattfand, entpuppte sich als eines der meist erwarteten Ereignisse im Kalender der Rettungs- und Einsatzkräfte. Fast drei Viertel der Messehallen waren lange im Voraus belegt, sodass Fachleute aus ganz Deutschland und weiteren europäischen Ländern anreisten. Feuerwehren, Rettungsdienste und Zivilschutzorganisationen waren zahlreich vertreten – ein klares Zeichen für das hohe Ansehen der Veranstaltung in der Branche.
Zivilschutz und Waldbrandbekämpfung rückten in den Mittelpunkt
Eine der wichtigsten Neuerungen in diesem Jahr war der stärkere Fokus auf den Zivilschutz. Das neu eingerichtete WildfireCamp@INTERSCHUTZ stellte die zunehmende Gefahr durch Waldbrände in den Vordergrund – ein Phänomen, das in immer heißeren und trockeneren Sommern häufiger auftritt.
Expert*innen aus dem In- und Ausland stellten Strategien vor, um Vegetationsbrände frühzeitig zu erkennen, zu verhindern und zu bekämpfen. Die Vorträge boten praxisnahe Werkzeuge und Lösungen für den Einsatz unter realen Bedingungen.
Branchengrößen und Newcomer präsentierten ihre Lösungen
Auf der INTERSCHUTZ 2026 war ein breites Spektrum an Unternehmen vertreten, darunter bekannte Namen wie Magirus, Empl, Rosenbauer und Ziegler. Auch wichtige Zulieferer für den Rettungsdienst wie Ferno, WAS und PAX waren vor Ort. Kleinere Firmen und Start-ups ergänzten das Angebot mit neuen Technologien und Ideen. Die Mischung aus etablierten Playern und Newcomern förderte einen offenen Austausch und neue Partnerschaften.
Bundeswehr zeigt verstärkte zivil-militärische Präsenz
Erstmals in der Geschichte der Messe war die Bundeswehr mit einem eigenen Auftritt vertreten. Ihr Engagement unterstreicht einen klaren Trend: eine engere Verzahnung von Militär und zivilen Einsatzkräften in Krisenlagen. Von der Logistik bis zur technischen Unterstützung wurde ihre Rolle als Teil einer umfassenden, gemeinsamen Krisenreaktion vorgestellt.
Hannover als Drehscheibe für grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Die INTERSCHUTZ 2026 war weit mehr als eine Fachmesse. Sie entwickelte sich zu einer Plattform für Zusammenarbeit und bot Ausstellungen, Live-Vorführungen und Fachvorträge. Damit bestätigte Hannover einmal mehr seine Rolle als zentraler Treffpunkt für Fachleute aus ganz Europa, die sich der Verbesserung von Rettungsdiensten und der Stärkung öffentlicher Sicherheitssysteme widmen.

