Unbekannte Drohne sorgt für vorübergehende Schließung des Flughafens Hannover

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Am Abend des 5. November 2025 hat der Flughafen Hannover in Niedersachsen den gesamten Flugbetrieb für rund 45 Minuten eingestellt, nachdem ein Pilot eine Drohne in der Nähe des Geländes gemeldet hatte. Die Unterbrechung begann gegen 22:00 Uhr Ortszeit, während die Flugsicherung die Lage prüfte, und endete gegen 22:45 Uhr, als der Luftraum wieder freigegeben wurde. Das unbemannte Fluggerät war über einem angrenzenden Industriegebiet gesichtet worden, sodass Starts und Landungen aus Sicherheitsgründen gestoppt wurden.

Während der Sperrung wurden drei Maschinen zu anderen Flughäfen umgeleitet. Ein Flug aus Frankfurt am Main, der ursprünglich Hannover ansteuern sollte, wich nach Hamburg aus. Weitere planmäßige Verbindungen starteten oder landeten verspätet, bevor der Betrieb wieder normal lief.

Luftraumsicherheit gewinnt an Brisanz

Die deutsche Luftverkehrsordnung verbietet Drohnenflüge innerhalb von 1,5 Kilometern um Flughäfen, weil sie beim Start oder bei der Landung ein hohes Risiko darstellen. Verstöße gelten als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und ziehen empfindliche rechtliche Konsequenzen nach sich.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) berichtet von einer Zunahme drohnenbedingter Störungen an Flughäfen. Bis Ende August 2025 verzeichneten Hannover und das nahegelegene Bremen jeweils vier Vorfälle. Ähnliche Unterbrechungen an großen Hubs wie dem Flughafen Berlin Brandenburg bestätigen den Trend und machen die wachsenden Schwachstellen im Luftraum rund um Flughäfen deutlich.

Ermittlungen und weitergehende Folgen

Die Verantwortlichen in Hannover haben interne Untersuchungen eingeleitet, um herauszufinden, wer die Drohne gesteuert hat und wie sie in den gesperrten Bereich gelangen konnte. Zwar gab es weder Schäden noch Verletzte, dennoch entstand für Passagiere und Besatzungen erheblicher Aufwand.

Der Vorfall zeigt, wie selbst kurze Eindringlinge kleiner unbemannter Geräte das eng getaktete Luftverkehrssystem durcheinanderbringen können. In ganz Europa, darunter Norwegen und Dänemark, treiben Aufsichtsbehörden deshalb den Einsatz von Ortungstechnik voran und verschärfen Flugverbotszonen rund um Flughäfen.

Das Geschehen in Hannover stellt die bestehenden Schutzmaßnahmen infrage und macht deutlich, dass die Überwachung und Sicherung des Luftraums an Verkehrsdrehkreuzen dringend überprüft werden muss.